Ausrüstung

Um Kendo als Sport zu betreiben braucht man eine Reihe von Ausrüstungsgegenständen: Die korrekte Kleidung, ein Shinai (Schwertattrappe) und Schutzausrüstung (Bougu).
Zu Beginn kann man aber ohne weiteres mit einem Trainingsanzug mittrainieren, ein Shinai sollte allerdings relativ bald beschafft werden. Später wird das Tragen einer Rüstung (Bougu) erforderlich, in der Regel dauert es aber je nach Fortschritt etwa ein halbes Jahr bis man mit Rüstung trainieren kann. Die richtige Kleidung sollte spätestens dann getragen werden.

Shinai

Shinai

Das Shinai wird im Kendo zum fechten benutzt. Es besteht aus vier ausgewählten, polierten Bambusstreben von gleicher Größe und Gewicht. Die vier Streben werden mit ledernem Griff (Tsuka) und Spitze (Sakigawa) zusammengehalten, und mit einer Schnur (Tsuru), einem kleinen Metallplättchen im Inneren (Tomegana) und einem Lederband (Nakayui) fixiert. Die Bambusstreben passen so zusammen, dass es keine gefährlichen Ecken gibt, die brechen oder splittern können. Allerdings ist eine ständige Pfege und Wartung des Shinais Pflicht.

Keiko-Gi

Kendo-Gi

Die Keiko-Gi ist eine lose geschnittene Jacke aus wattierter Baumwolle. Sie dient als Schutz und saugt gleichzeitig den Schweiß auf.

Hakama

Hakama

Die Hakama ist eine rockähnliche Hose aus Baumwolle oder Kunstfaser, die mit vier Bändern (Himo) um die Taille gebunden wird. Sie soll dem Gegner die eigenen Fußbewegungen verbergen, außerdem wird die Körperhaltung durch einen steifen hinteren Teil des Hakama (Koshiate) gefördert.

Tare

 

Tare

Der erste Teil der Rüstung ist der Tare, ein Hüftschutz, die wörtliche Übersetzung lautet „hängende Taillenrüstung“. Er besteht aus fünf steifen Lappen, welche aus mehreren Lagen Baumwolle bestehen. Man kann ihn mit zwei Bändern sich um die Taille binden, wobei man die Himo unter den vordersten Schurz zusammenbindet.

Do

Do

Der Do oder Brustpanzer ist der nächste Teil der Rüstung. Er ist meistens schwarz und mit einem Muster versehen. Ein qualitativ hochwertiger Do besteht aus dicken Bambusstreifen, die vertikal zusammengebunden sind und mit einer hochpolierten dicken Haut überzogen sind. Billigere Modelle sind allerdings aus Kunststoff. Man bindet den Do mit vier Bändern (Himo) fest.

Tenugui

Tenugui oder Hachimaki

Das Tenugui oder Hachimaki ist eine Art Handtuch aus Baumwolle, das man sich um den Kopf bindet bevor man den Men aufsetzt. Wörtlich übersetzt bedeutet Hachimaki „handtuchähnliches Tuch“.

Men

Men

Der Men oder Gesichtsmake ist eine Art Helm, welcher mit mit zwei Bändern (Himo) am Kopf festgebunden wird. Er besteht aus mehreren Lagen dicken Baumwollmaterials und einem Gesichtsschutz (Mengane) aus Stahl oder auch Titan oder Aluminium. Zusätzlich besitzt der Men Seitenklappen, um die Schultern zu schützen, und einen Kehlkopfschutz (Tsuki).

Kote

Kote

Die Kote sind der letzte Teil der Rüstung. Diese Handschuhe bestehen aus mehrerern Lagen Baumwolle, die Handflächen bestehen aus Leder, welches gut geplegt werden sollte.

Bokuto

Bokuto

Das Bokuto oder Holzschwert wird zum Üben der Kata-Formen verwendet. Hierbei benutzt man etwa 102 cm langes Langschwert (O-Dachi) und ein etwa 55 cm langes Kurzschwert. Die Holzschwerter sind gekrümmt aber stumpf.